1. Einleitung

Wohl ausgeprägter als in jedem anderen Musikgenre spielt im Jazz der individuelle Musiker eine gewichtige Rolle. Anders als bspw. in der Klassik geht es im Jazz weniger darum, ein Stück möglichst werkgetreu wiederzugeben (Ausnahmen liegen im Bereich der Klassik sicherlich v.a. bei der Aufführung Neuer Musik, bzw. seitens des Jazz bei den Big Bands). Begründet liegt dies in dem wohl wichtigsten Merkmal des Jazz - der Improvisation. Neben der Improvisation, die logischerweise das Individuum in den Vordergrund treten lässt - denn jeder hat nunmal zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Einfälle und Ideen, die er umsetzt - tritt noch ein weiterer, sehr individueller Punkt zutage, die Phrasierung und die Tongebung des einzelnen Musikers: Es geht nicht nur um die Aussage, was der Künstler spielt, sondern auch in erheblichem Maße wie er das tut.
 

„Das ultimative Ziel eines jeden Jazzmusikers ist die Entwicklung eines eigenen Stiles. Das Transkibieren, Lernen und die Assimilation der Soli anderer Musiker ist einer der wichtigsten Schritte, dieses Ziel zu erreichen. Ohne Kenntnis des Vokabulars der früheren Jazzmusiker wird es nicht nur sehr unwahrscheinlich sein, im Falle eines Falles korrekt im jeweiligen Stil zu spielen, sondern ebensowenig, eine eigene Stimme zu finden, die die alten Traditionen nicht nur weiterführt, sondern zu neuen Ufern aufbricht“ (David WILKEN).


In vorliegender Arbeit wird also der Schwerpunkt - die ihren konzeptionellen Ursprung als Hausarbeit am Conservatorium Enschede (NL) fand - weniger auf den unterschiedlichen Einsatz der Posaune in der Chronologie der unterschiedlichen Jazzstile gelegt als eher auf die Spielweise und somit auf Musiker an sich, die beispielhaft für die diversen Stilistiken im Jazz, vielmehr jedoch für den unterschiedlichen Umgang mit dem Instrument im Jazz, genannt werden sollen.

Natürlich ist die Auswahl der angeführten Künstler niemals hundertprozentig objektiv, sondern sicherlich auch von persönlichen Vorlieben geprägt. Dennoch ist darauf geachtet worden, möglichst repräsentative Musiker aufzuführen. Nach und nach soll diese Seite weiter ausgebaut werden.

Dank gilt meinen Kommilitonen Reinald Kessler, Dirk Ellerkamp und Dirk Brosinski sowie Andrea Sträßer und Joan Reinders für die Mithilfe bei einigen der mit dem -Symbol gekennzeichneten Hörbeispiele. Ebenso gilt mein Dank Rene Laanen für dessen Unterstützung. 


A.K.



Verwendete Abkürzungen:

AL - Alabama
b - Bass
bspw. - beispielsweise
CA  - Kalifornien
CAN - Kanada
CO - Colorado
CT  - Connecticut
div. - diverse
DK - Dänemark
dr  - Schlagzeug
fl - Querflöte
g  - Gitarre
GA  - Georgia
geb.  - geboren
IA - Iowa
IL  - Illinois
insb.  - insbesondere
keyb - Keyboards
LA  - Louisiana
MA  - Massachusetts
MI  - Michigan
MO  - Missouri
NE  - Nebraska
NY  - New York
NYC  - New York City
o.J. - ohne Jahresangabe
OH - Ohio
p  - Piano
PA  - Pennsylvania
tb  - Posaune
TN  - Tennessee
tp  - Trompete
TX  - Texas
u.a.  - unter anderem
v.a.  - vor allem
voc  - Gesang


Inhalt - 1. Einleitung - 2. Jazzgeschichte (traditional - modern - postmodern) - 3. Musiker (A-H, I-N, O-Z) - 4. Quellen


Mar 2003
updated: Apr 2003
Axel Koch